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Bergwanderung Schnidehore 11.-12. August 2012

Mit zwei Autos fahren wir, Kathrin, Susanne, Astrid, Ruth, Walter, Res und Peter bis zur Iffigenalp. Hier stärken wir uns auf der Terrasse mit einem Kaffee, bevor wir dann losmarschieren. Wir steigen zum Hohberg auf. Hier brennt die Sonne schon am Vormittag in den steilen Hang. Dann nach dem Hohberg neigt sich der Hang und wir steigen durch das Schutzgebiet in Richtung Iffigenhorn. Die Männertreu, Alpenastern und auch die Edelweiss blühen noch. Auf dem Iffigenhorn machen wir erst mal eine ausgiebige Mittagspause, bevor wir dann zur Wildhornhütte weiterwandern. Hier bläst der Wind wie immer am Nachmittag. An den äussersten Tischen gibt es noch etwas Sonne. Hier löschen wir unseren Durst und trocknen Schuhe und Kleider. Bald schon wird es ungemütlich kühl und wir beziehen unser Lager. Um sechs Uhr treffen wir uns zum Apéro, gespendet von Res und Kathrin und schliessen an mit dem Nachtessen. Die Hütte ist voll besetzt und es ist laut und eng. Nach einer eher unruhigen Nacht sitzen wir um 07.00 Uhr beim Frühstück und um 08.00 Uhr marschieren wir los auf dem markierten Wanderweg. Walter schlägt ein flottes Tempo an, so gewinnen wir rasch an Höhe. Auf dem Schnidejoch deponieren wir alles aus unseren Rucksäcken was wir nicht brauchen und steigen dann weiter bis aufs Schnidehorn. Hier geniessen wir die wunderbare Rundsicht. Es ist heute zwar nicht mehr so klar wie gestern, doch wir erkennen sie doch, die Viertausender des Wallis, die Berner Alpen und Voralpen, die Freiburger Alpen... Möglichst alle sollen bei ihrem Namen genannt werden. Es ist windstill und warm hier oben und wir könnten noch lange bleiben, doch wir haben noch einen langen Abstieg vor uns und so brechen wir auf. Unten auf dem Joch packen wir wieder alles in die Rucksäcke und ziehen weiter. Rechts auf den Felsen beobachten wir Steinböcke Peter zählt über zwanzig. Sie lassen sich durch uns nicht aus der Ruhe bringen. Nun kommt tief unter uns der Lac de Tenehet in den Blick. Arktisch sieht der aus mit seinem Eis und dem türkisblauen Wasser. Nun folgt der anspruchsvollste Teil des Abstiegs über das Karstgebiet, hier im Nebel wäre recht ungemütlich. Doch heute scheint die Sonne und wir können uns gut an den Wegmarkierungen orientieren. Nochmals eine kurze Pause und letzte Blicke zu den Walliser Bergen. Danach steigen wir ab zur Plan des Roses und weiter 100 Höhenmeter hinauf zum Rawilpass. Hier müssen wir unsere angeregte Diskussion zur neuen Mode, Wanderröcke für Frauen, leider vorzeitig beenden. Wir möchten um vier Uhr von der Iffigenalp losfahren können, so brauchen wir die Zeit für den Abstieg. Abschnittsweise gehen wir ganz im Schweigen, vermutlich fühlen alle die Höhenmeter in den Knien und wir erreichen rechtzeitg die Iffigenalp. Die Zeit reicht sogar noch, um Bergkäse einzukaufen. Unten im Alpenrösli lassen wir die beiden schönen Tage ausklingen. Danke dir Walter für die kompetente Leitung.
Ruth Oberer -> Fotos