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Schalttag-Skitour auf Turnen und Puntel

LK  1:25'000: 1226+1227

Dank früher Tagwache stehen die 5 Frauen und 10 Männer bereits um 7 Uhr auf den Fellen. Klaus Bühler will uns am heutigen Schalttag auf einer abwechslungsreichen Route seine ursprüngliche Heimat näherbringen. Unter Führung von Klaus, Werner und Paul starten wir in drei Fünfergruppen auf tiefen 689 m.ü.M. bei der Steinibrügg in Erlenbach i.S.

Entlang dem Steinibach-Graben ging es vorerst, auf knapper Unterlage, über „Stock und Stein“, will heissen über Wurzeln sowie unter und über Baumstämme hinweg. Ab Feldmöser erwartete uns dann aber Schnee in Hülle und Fülle. Die ersten 1000 Höhenmeter bewältigten wir in rund 2,5 Stunden. Oberhalb der Rinderalp traversierten wir, im nötigen Abstand, die einzige steile Schlüsselstelle und erreichten, über den sanften Hügelkamm des Turnen, um 11.30 Uhr das Gipfelkreuz auf 2079 m. Die permanente Bise hinderte uns nicht, eine längere Mittagsrast und den prächtigen Rundblick ausgiebig zu geniessen.

Die erste Abfahrtsstrecke zum Ramsli wurde, trotz tiefem Schnee,  zum reinen Vergnügen! Hier auf 1736 m galt es, nochmals die Felle anzuschnallen. Nach knapp dreiviertel Stunden erreichten wir als zweiten Gipfel den Puntel mit seinen 1921 m, und  das wiederum in „geschlossener Formation“. Klaus verstand es vorbildlich, das Aufstiegstempo laufend dem Gelände und den Teilnehmenden anzupassen. Nach 1600 Höhenmetern und 14 Nachfolgenden ist das nicht selbstverständlich!

Nach kurzer Rast erwartete uns eine lange Abfahrt auf wechselnder Unterlage, d.h. alle Varianten zwischen gefrorenem und schwerem Schnee. Die 1200 m Höhendifferenz führte über Schönenboden, Unterschwand und auch kurzzeitig über die Piste des Rossberges, bis zum Tächebühl in Oberwil.

Auf der letzten, nördlich orientierten Teilstrecke zwangen uns die Kurven der Strasse und die eingesetzte Schneeschmelze die Skis öfters über kurze Strecken zu schultern. Bei der Brücke über die Simme, beim Punkt 781, endete die Abfahrt. Hans, unser Vereinspräsident, fand die passenden Worte, um Klaus für die abwechslungsvolle, umsichtig geführte Tour  bestens zu danken. Nach der erbrachten Leistung und in froher Stimmung schlossen wir uns gern diesem Dank an!

Nun galt es, im nahen Restaurant Heidenweidli unserem dringenden Flüssigkeitsmanko Herr zu werden, was uns auch gelang. Mit neuer Kraft  nahmen wir die letzte Steigung zum Bahnhof Oberwil in Angriff. Trotz den Tücken des Automaten, und Dank genügend eingeplanter Zeit, kam hier jeder noch zu seinem Zug-Billet nach Erlenbach. Nach einem Fussmarsch der vier Chauffeure, die ihre PW’s zum Bahnhof zurückholten, stand der Rückfahrt nach Grosshöchstetten nichts mehr im Wege.  

Die attraktive Tour unter strahlender Sonne bescherte uns an diesem 29. Februar in doppeltem Sinn einen gewonnenen Tag!

11.03.2012 / Peter Freiburghaus -> Fotos