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A-Skitourentage Gauligebiet 23.03.-25.03.2012
Das „Gauliwybli“ und die „Rosenlauigret“ waren sich anfangs Woche wohl nicht einig und stritten zuviel, jedenfalls waren die Wetterprognosen alles andere als gut für dieses vorgesehene Wochenende…..Aber zunehmend änderte sich dies, die zwei „Besenweiber“ wurden einig und liessen die Sonne für drei Tage wunderbar schön und warm auf die Skitourengänger aus dem Unterland scheinen…
Zum Glück war HP Stettler optimistisch, vielleicht hatte er auch den Riecher, oder direkten Kontakt zum „Gauliwybli“? Wir, das waren nebst ihm und Ruedi Neuenschwander als Leiter, M.Wegmüller, R. Kropf, A. Egli, HP Gafner, Vroni Kurzen (?), F. Arnold und ich, fuhren sehr früh am Freitag los Richtung Guttannen. Noch im Finsteren stiegen wir mit noch ein paar anderen Frühaufstehern ins Grimseltaxi, das uns bis zur Handegg mitnahm. Dort stiegen wir in die KWO Werkbahn, die uns unter drei Fuhren auf die Gerstenegg beförderte. Jetzt war fertig mit Fahren. Mit schweren Rucksäcken nahmen wir unseren Aufstieg bis zur Bächlilücke unter die Skier. Landschaftlich wunderschön und unter immer wärmer werdenden Temperaturen, näherten wir uns der Lücke. Mit Hilfe von Leitern und auf der andern Seite mit Ketten, bewältigt man gut und rasch diesen Uebergang. Wo ist wohl das kleine, kleine Häuschen des „Gauliwybli“? Durch leider unmöglichen Schnee und einem nochmals sehr heissen Gegenaufstieg fanden wir dann aber gut das grosse Haus, die Gaulihütte, die uns für die nächsten zwei Nächte Wärme geben wird…Auf der Terrasse im Sonnenschein bekamen alle ihr lang ersehntes Bier oder Rivella. Der Heli bot uns auch noch ein Schauspiel, er holte zwei Arbeiter und die Hüttenwartin ab, die“ in den Ausgang“ wollte….Wir verbrachten einen gemütlichen Abend und eine erstaunlich gute und schnarchfreie Nacht!!
Anke zum zMorge, Ankebälli zum zMittag, Bier zum zVieri, Curry zum zNacht und „Gauliwybli„ und „Rosenlauigret“ –Geschichten zum Dessert.
Ruedi da, alle da beim Starten, Christa da, alle da auf dem Gipfel und wieder Ruedi da, alle da beim Runterfahren…. So ungefähr war unser „Unterwegssein“…
Der Samstag war wieder wunderbar, gerade bei der ersten Dämmerung gingen wir los, welche Freude mit recht leichtem Rucksack. Es ist immer etwas vom Schöneren, in der Bergstille den Tag erwachen zu sehen, die Lichtschattierungen und schlussendlich von der noch zarten Sonne begrüsst zu werden….
Auf dem Gipfel vom Ankebälli hatten wir eine eindrückliche Aussicht auf die umliegenden Berge wie z. B. das Schreckhorn, das zum Greifen nahe war! Die Abfahrt war heute eine Belohnung für den doch recht strengen Aufstieg. Vom Pulver über weichen „Astrugischnee“ über schönen Sulz fanden wir alles und fröhlich fanden wir uns auf der Sonnenterrasse der Hütte wieder zum Bier oder Rivella. Da es Samstag war, füllte sich die Hütte ganz… leider gibt’s einfach überall auf dieser Welt verschiedene Erdenbürger; rücksichtsvolle und eben auch egoistische…. Zarte Männer, aber auch schwerfällige und füllige „Muttis“, die ihr Revier breithüftig verteidigen, dementsprechend war dann die zweite Nacht nicht sehr erholsam!
Vom „Gauliwybli“, das alle Bergsteiger dieses Wochenendes, wohlbehütet durch sein Revier gehen liess, verschoben wir unser Ziel ins Gebiet der „Rosenlauigret“…. Auch sie hatte nichts dagegen, dass wir in ihre Privatsphäre einzudringen wagten!
Von der Dämmerung her zur fast gleichen Zeit, aber auf der Uhr um eine Stunde später, verliessen wir die Gaulihütte. Wieder war`s ein wunderbares Tageserwachen, es zeigten sich gegen Süden z. T. noch einige Nebel, was dem Ganzen noch eine spezielle Stimmung verlieh…. Heute waren viele Leute unterwegs, u.a. zielstrebige „Muttis“…. Wir marschierten aufs Ränfenhorn, weilten dort nicht sehr lange, da es recht windig war, fuhren dann bei unterschiedlichem Schnee, Anfangs eher schlechtem, windharstigem, dann immer besser werdendem und zum Abschluss absolut schönstem Sulz den langen Rosenlauigletscher runter bis zum Hotel Rosenlaui.
Die Abfahrt war landschaftlich etwas vom Eindrücklicheren; Eisabbrüche, steile Felswände, liebliche Hügel, grosse Moränen, schöne Gletschertore begleiteten uns und man konnte sich grad mal vorstellen, wie die „Gret“ mit ihrem Besen zwischen den Urgewalten durchzischt und dem „Wybli“ im lieblicheren Gebiet einen Besuch abstatten geht…..
Wohlbehalten, glücklich und mit freiem Kopf und gesunder Farbe, stiegen wir im Rosenlaui wiederum in ein Taxi, das uns ins „Lammi“ führte. Während drei von uns die Autos einsammeln gingen, konnten wir anderen schon mal was trinken und ganz ungewohnt die grüne Umgebung und den Frühling auf uns wirken lassen.
Wir waren eine zufriedene Gruppe, hatten es schön miteinander und ich danke im Namen aller für die professionelle, einfühlsame und humorvolle Führung durch Hanspi Stettler und Ruedi Neuenschwander. Ueberschattet hat den Ausflug einzig, dass Sile nicht dabeisein konnte, wie ursprünglich geplant! Aber wie das so ist im Leben, manchmal muss man kurzfristig die Prioritäten ändern…..
Christa Johner -> Fotos |